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Aluminiumfenster: Vor- und Nachteile

Die Aluminiumfenster

 

 

Wenn es um den Hausbau oder um die Fenstersanierung im Haus geht, stehen Bauherren und Hausbesitzer vor einer sehr wichtigen Entscheidung- welche Fenster sollen es sein? Neben Design, Farbe, Wärmedämmeigenschaften und Verglasung stellt sich natürlich die Frage nach dem Material. Bei den meisten Leuten kommen sofort zwei Werkstoffe in Frage- Kunststoff und Holz. Kunststoff ist billig, dämmt gut, sieht aber nicht besonders ansprechend aus und hat andere materialbedingte Nachteile. Holz ist teurer, dämmt besser, verleiht dem Raum eine einzigartige Gemütlichkeit und ein gesundes Raumklima, ist aber sehr pflegeintesiv und anfällig. Es lassen sich damit keine schlanken Glasfronten und Fenster herstellen- die Fensterrahmen bleiben meist dick. War es das mit der Materialauswahl? Für viele Bauherren lautet hier die Antwort ja. Wir beantworten diese Frage mit einem klaren NEIN und stellen die Aluminiumfenster von heute vor.

 

Moderne Aluminiumsysteme bieten eine ausgezeichnete Wärmedämmung und sind zum Teil sogar für den Einsatz in Passivhäusern zertifiziert! Sie sind schlank, elegant, unverwüstlich, steif und tragfähig. Es lassen sich damit alle denkbaren Farben, Formen und Größen realisieren. Riesige Glasfronten und deckenhohe Schiebetüren mit nur 50 mm schmale Rahmen sind überhaupt kein Problem für den Alleskönner. Durch eine hochwertige und extrem robuste Pulverbeschichtung verändert sich ihre Farbe mit der Zeit nicht und sie sehen auch nach 20 Jahren so schön aus wie am ersten Tag. Kein anderes Material bietet so viele Vorteile im Fensterbau wie Aluminium und kein anderes Fenster sieht so elegant und hochwertig aus wie ein Aluminiumfenster. Kein Wunder, dass sich immer mehr Bauherren für Aluminiumfenster entscheiden und diese zur Zeit beliebter sind als je zuvor. Doch viele Bauherren und Hausbesitzer denken immer noch an Kunststoff- und Holzfenster. Warum?

 

Wenn man heute von Aluminiumfenstern spricht, haben viele Bauherren ein altes Bild im Kopf. Es sind die alten Aluminiumfenster in öffentlichen Gebäuden oder in Gewerbeeinheiten, die kalt und nicht unbedingt schön waren. Das hat sich vor langer Zeit geändert. Heutige Systeme sind thermisch getrennt mit massiven Dichtungen und einem Schaumkern, bieten einen ausgezeichneten Wärme- und Schalschutz und designtechnisch die meisten Möglichkeiten im Fensterbau.

 

Diese Übersichtstabelle soll die Vor- und Nachteile von Kunststoff,- Holz- und Aluminiumfenstern verdeutlichen:

 

 

 

 

 

Kunststofffenster

Holzfenster

Aluminiumfenster

1

Design und Gestaltung

X

V

V

2

Große Elemente möglich

X

V

V

3

Wärmedämmung

V

V

V

4

Farbauswahl

X

V

V

5

Geringer Pflegeaufwand

X/V

X

V

6

Stabilität des Rahmens

X

V

V

7

Raumklima und Gemütlichkeit

X

V

X

7

Geringer Preis

V

X

X

 

 

 

 

 

1, 2. Design, Gestaltung und Größe der Elementen

 

Kunststofffenster: Kunststoff ist kein steifes Material. Die Kunststofffenster haben deshalb einen Stahlkern, der aber nur bedingt die Steifigkeit verbessert. Aus diesem Grund sind keine großen Fensterflächen mit Kunststofffenstern realisierbar.

 

Holzfenster: Holz ist steif, wenn es richtig dimensioniert wird. Damit lassen sich große Fensterflächen realisieren, allerdings mit breiten Fensterrahmen.

 

Aluminiumfenster: Aluminiumfenster und Pfosten-Riegel-Fassaden sind sehr steif und tragfähig. Es lassen sich damit sehr große und stabile Fensterflächen und Schiebetüren herstellen und das bei sehr geringen Ansichtsbreiten vom Fensterrahmen (50 mm).

 

 

 

3. Wärmedämmung:

 

Die Wärmedämmung ist bei Kunststoff-, Holz,- und Aluminiumfenstern heutzutage sehr gut.

 

 

 

4. Farbauswahl:

 

Kunststofffenster: Reine Kunststofffenster (ohne Aluminiumschale) können durch Folieren farblich verändert werden. Die Farbauswahl ist sehr klein. Fenster mit Aluminiumschale auf der Außenseite lassen sich außen in jeder beliebigen Farbe herstellen, innen jedoch ist die Farbauswahl weiterhin sehr begrenzt.

 

Holzfenster: Holzfenster lassen sich in jeder beliebigen Farbe realisieren.

 

Aluminiumfenster: Aluminiumfenster lassen sich in jeder beliebigen Farbe pulverbeschichten.

 

 

 

5. Geringer Pflegeaufwand:

 

Kunststofffenster: Kunststofffenster sind generell pflegeleicht mit einer Ausnahme. Kunststoff lädt sich elektrostatisch auf und zieht so viel Staub auf seine Oberfläche. Diese negative Eigenschaft erfordert häufigeres Abstauben.

 

Holzfenster: Holzfenster sind sehr pflegeintensiv. Sie müssen immer wieder neu angestrichen werden und das kostet Zeit und Geld. Außerdem ist Holz ein weiches Material, welches leicht Dellen und Kratzer bekommen kann. Durch die Kombination von Holzfenstern mit Aluminiumschale auf der Außenseite umgeht man den Pflegeaufwand außen, innen jedoch nicht. Holzfenster haben außerdem Silikonfugen, die erneuert werden müssen.

 

Aluminiumfenster: Aluminiumfenster sind extrem pflegeleicht. Man muss nichts erneuern und anstreichen und sie laden sich nicht elektrostatisch auf.

 

 

 

6. Stabilität des Rahmens:

 

              Kunststofffenster: Der Rahmen ist weich und nicht steif.

 

              Holzfenster: Der Rahmen ist sehr steif und stabil.

 

              Aluminiumfenster: Der Rahmen ist sehr steif und stabil.

 

7. Raumklima und Gemütlichkeit:

 

Hier punkten die Holzfenster ganz klar. Durch den Feuchtigkeitsaustausch wird ein gesundes Raumklima erreicht. Holzfenster wirken gemütlicher und verleihen dem Raum Wärme.